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Brennpunkt Amalgam

Haut und andere Organe heilen in der Regel von selbst. Zähne leider nicht. Zahnschäden, die durch Karies oder mechanische Beschädigungen verursacht wurden, müssen beseitigt werden, damit der verbleibende Rest der Zahnsubstanz erhalten und die Funktion der Zähne wiederhergestellt wird. Das steht außer Frage. Nur – wie beseitigt man „Löcher“ am besten?

Am einfachsten ist es, Löcher zu stopfen. Am bequemsten und preisgünstigsten ist es, Löcher in Zähnen mit Amalgam zu stopfen.

Das ist schon lange bekannt. In Europa wird Amalgam, diese Mischung aus Quecksilber und anderen Metallen, seit 150 Jahren in der Zahnmedizin verwendet. In China behandelte man schon 2000 Jahre früher die Zahnfäule (Karies) durch Plombieren mit Amalgam. Die Technik nannte man „silberner Teich“, und dieser bestand aus 100 Teilen Quecksilber, 45 Teilen Silber und 900 Teilen Zinn. Nachträglich wurde er so fest wie Silber. Bei den Griechen wurde Quecksilber zu kultischen Zwecken verwandt. Im 9. Jahrhundert n. Chr. verwendeten die Araber quecksilberhaltige Salben und auch heute noch quecksilberhaltige Puder gegen Kopfläuse. Bekannt ist die im 16. Jahrhundert gebräuchliche Quecksilberkur „Kalomel“ gegen Syphilis.

Licht und Schatten

Die Materialeigenschaften von Amalgam sind verlockend: Der Zahnarzt kann mittelgroße Löcher – vor allem im Seitenzahnbereich – direkt und schnell schließen. Es gibt keinen Füllungswerkstoff, der so leicht zu verarbeiten, so kostengünstig und dabei so haltbar ist wie Amalgam. Alternative Füllungsmaterialien wie Kunststoff sind bei weitem nicht haltbar genug, um Amalgam vollständig ersetzen zu können. Ein idealer Werkstoff also?

Fast genau so alt wie die Geschichte des Amalgams ist auch die immer wieder auftauchende Kritik an diesem Füllungsmaterial. Nachgewiesenermaßen können sich toxische Bestandteile unter bestimmten Umständen aus den mit Amalgam gefüllten Zähnen herauslösen. Besonders mit dem Bestandteil Quecksilber hatte man in der Vergangenheit immer wieder Probleme. Das Syphilis-Medikament Kalomel zum Beispiel wurde vor 1933 als Zahnungshilfe für Säuglinge verwendet (!), bis die in den USA für die Zulassung von Medikamenten und Überwachung des Medikamentenmarktes zuständige Behörde FDA (Food and Drug Administration) davon abriet. Aber selbst 1947 noch wurde Kalomel als Wurmmittel sowie als Spülmittel für Windeln benutzt. Diese Verwendung führte zu der sogenannten Akrodynie, die den Tod von mehr als 500 Babys in Großbritannien zur Folge hatte. Als ab 1953 das Quecksilber aus den Zahnungsmitteln entfernt wurde, ging Akrodynie drastisch zurück. Phenylquecksilberacetat in Latexfarben, Impfstoffen und zerbrochenen Leuchtstoffröhren können auch heute noch das Krankheitsbild von Akrodynie verursachen.

Ist Amalgam nun gesundheitsschädlich oder nicht?

Amalgam als Zahnfüllstoff ist nach wie vor ein Reizthema, und die Diskussion darüber wird oft sehr emotional, teilweise auch unsachlich geführt. Studien zu diesem Thema haben offensichtlich nicht zu den eindeutigen Nachweisen geführt, die benötigt werden, um Amalgam offiziell als gesundheitsschädlich zu bezeichnen. Bedenken gegen den quecksilberhaltigen Füllungsstoff werden jedoch weiterhin von vielen Seiten geäußert.

Wir halten uns aus der Diskussion um Amalgam heraus. Mit unseren Einlagefüllungen aus Gold und Keramik (mehr dazu unter „Zahnersatz von A-Z“) bieten wir einen hochwertigen Ersatz für Zahnfüllungen aus Amalgam an. Sie sind um ein Vielfaches ästhetischer als amalgamgefüllte Zähne und enthalten garantiert kein Quecksilber, das sich langsam aus der Füllung herauslöst.

Unser Tipp: Fragen Sie doch einfach Ihren Zahnarzt nach den Erfahrungen mit Amalgamfüllungen in seinen eigenen Zähnen.

Wenn Sie sich detaillierter mit der Amalgam-Diskussion auseinandersetzten wollen, finden Sie im Internet zum Beispiel auf der Website des ZHT-Gesundheitszentrums umfangreiches Informationsmaterial: http://www.amalgam-online.de. Von dort aus werden Sie auch auf weitere Angebote verlinkt.

Foto: Amalgamfüllungen Plastische Füllung aus Amalgam

Historische Illustration: Portrait Praracelsus Der Arzt und Alchimist Paracelsus (1493-1541) gilt als wichtiger Erneuerer der mittelalterlichen Medizin.
Für die Beurteilung der in der Welt existierenden Dinge, der Wesensart der Krankheiten und dem Weg zur Heilung durch richtige Arzneimittel entwickelte Paracelsus das System der „Drei Prinzipien“ Merkur, Sulfur und Sal, das er teilweise aus der arabischen Alchemie übernommen hatte. Merkur steht dabei für das Element Quecksilber (noch heute wird Quecksilber im Englischen als „mercury“ bezeichnet). Die grundsätzliche Giftigkeit der Substanzen war Paracelsus bekannt: „Alle Dinge sind ein Gift und nichts ist ohne Gift, nur die Dosis bewirkt, dass ein Ding kein Gift ist“.
Seine zweite Lehre war die These, dass Krankheit und Heilmittel wesensgleich sein müssen. Dieser Therapieansatz ergab sich aus der immateriellen Herkunft aller Krankheiten. Als Merkur-Krankheiten, die mit Quecksilber behandelt werden sollten, galten neben neurologischen und psychosomatischen Leiden vor allem Erkrankungen der Haut. In seiner Zeit trat die Syphilis als schreckliche Hautkrankheit auf, die den Betroffenen meist innerhalb von sechs Wochen tötete. Für Paracelsus war die Syphilis eine Merkur-Sulfur-Krankheit. Folglich erschienen natürliche Verbindungen von Quecksilber als wirksamste Arznei. Durch die entsprechenden Kuren bei Syphilis mit der Quecksilberverbindung Kalomel (Hg2Cl2) wurde Paracelsus schlagartig berühmt.