Die Texte und Bilder auf den Internetseiten der Bechstein Zahntechnik GmbH sind urheberrechtlich geschützt. Aus diesem Grund ist die Druckfunktion für alle Seiten gesperrt.
Wenn Sie unser gedrucktes Informationsmaterial erhalten möchten, rufen Sie uns gern an oder faxen Sie uns. Wir werden Ihnen dann umgehend unsere Imagebroschüre und unsere Patientenbroschüren zum Thema Zahnersatz per Post zusenden.

Telefon (0 23 71) 81 94-0
Telefax (0 23 71) 81 94-33

Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Bechstein Zahntechnik GmbH

Metall: Edelmetalle

Warum überhaupt Edelmetall-Legierungen?

___Sie sind chemisch resistent.
___Sie sind korrosions- und anlaufbeständig.
___Die Körper- und Gewebeverträglichkeit ist sehr gut.
___Sie sind problemlos zu verarbeiten und haben eine lange Haltbarkeit.

Goldlegierungen

Da reines Gold für die alleinige Verwendung beim Zahnersatz zu weich ist, wird es mit anderen Metallen zu den so genannten Legierungen verschmolzen. Goldlegierungen enthalten, je nach Materialtyp, vorwiegend Gold, dazu Silber, Platin, Kupfer und zum Teil auch Palladium. In seltenen Fällen kann ein Patient gegen bestimmte Mischungsanteile allergisch sein (z. B. Palladium). In diesen Fällen kann auf eine andere Legierung – oder ein anderes, allergieneutrales Material wie Keramik – ausgewichen werden. Goldlegierungen werden besonders im Seitenzahnbereich eingesetzt. Sie halten hohen Kaubelastungen ohne Materialbrüche stand. Ein optischer Nachteil: Goldlegierungen sind nicht zahnfarben. Goldgussfüllungen halten durchschnittlich 10-15 Jahre. Übrigens: Goldgusslegierungen sind das bisher einzige Material für Zahnersatz, das weltweit genormt ist (DIN, ISO, EN, NIOM, CE) – ein Qualitätsmerkmal!





Foto: Goldgussfüllungen Goldgussfüllungen sind zwar nicht zahnfarben, jedoch äußerst langlebig.

Man unterscheidet:
_Gelbgoldene Legierungen:
Diese Legierungen sind meist frei von Kupfer, Silber und Palladium. Damit sind sie besonders für Allergie-Patienten geeignet. Durch den Verzicht auf Palladium fehlt diesen Legierungen ein wenig die Härte.
_Weißgoldene Legierungen:
Diese Legierungen sind seit über 30 Jahren am Markt. Sie enthalten immer einen geringen Anteil an Palladium. Sie weisen eine gute Härte auf und lassen sich bestens verarbeiten. Einige Zahntechniker behaupten, Palladium sei das Salz in der Suppe. Wegen der weiß-grauen Farbe muss hinsichtlich der Ästhetik jedoch besonders sorgfältig gearbeitet werden.

Foto: Keramikstufe Damit bei Kronen mit weißgoldenen Legierungen kein grauer Kronenrand zu sehen ist, kann man eine sog. Keramikschulter anbringen.

Reines Gold

Reines Gold (Goldanteil: 99,9%) ist allergieneutral (biokompatibel) und korrosionsbeständig, d. h. es zersetzt sich nicht. Es findet z. B. in der so genannten „Galvanotechnik“ Verwendung. Galvanotechik bedeutet, dass im Dentallabor mittels Abscheidungsverfahren und unter Einsatz von elektrischem Strom eine metallische Schicht, hier Gold, auf das Zahnmodell aufgebracht wird. Es entsteht ein „Goldkäppchen“, die Basis für den Zahnersatz. Auf das Basis-Goldkäppchen wird im Dentallabor dann wie eine Außenhaut der natürliche Zahn aus Keramik nachgearbeitet. Galvanotechnik kommt bei kombiniert-festsitzendem Zahnersatz zum Einsatz. Das Goldkäppchen wird als Friktionslement bei Doppelkronen sowie zum Eliminieren von Spannungen in der Implantattechnik eingesetzt („Passive fit“-Fassung).


Foto: DoppelkronenDoppelkronen: Galvano-Elemente sorgen bei kombiniertem Zahnersatz für sicheren Halt und großen Tragekomfort. Innen deutlich zu sehen: die Goldkäppchen.

Silber

Silber wird als sehr weiches und im Mund wenig beständiges Edelmetall heute nur in Form von provisorischem Zahnersatz eingesetzt – und dann auch nur in Form einer Legierung. Als Bestandteil anderer Legierungen oder von Amalgam ist es weiterhin im Einsatz.

Platin

Die Beständigkeit von Platin entspricht der von Gold. Festigkeit und Härte von Goldlegierungen werden damit wesentlich gesteigert. Platin entfärbt das Gold. Dadurch sehen stärker platinhaltige Legierungen schnell blass aus. Platin ist im Mund unlöslich und außerordentlich gut verträglich.

Palladium

Palladium gehört zu der Gruppe der Edelmetalle. Es findet im Bereich der Zahnprothetik seinen Einsatz als Bestandteil von Legierungen. Es hat einen sehr niedrigen Schmelzpunkt und lässt sich deshalb einfach verarbeiten. Durch seine Härte und Biegefestigkeit ist es hoch belastbar. In letzter Zeit ist Palladium in die öffentliche Diskussion gekommen, da es als Bestandteil von Legierungen Allergien auslösen soll. Es gibt zahlreiche palladiumfreie Möglichkeiten der Zahnversorgung. Andererseits sind in den letzten 30 Jahren millionenfach palladiumhaltige Goldlegierungen verwendet worden. Allergien traten nur äußerst selten auf. Wer unsicher ist, ob er die Materialvorteile von Palladium genießen kann oder lieber ausweichen möchte, kann durch einen Allergietest Sicherheit bekommen. Fragen Sie Ihren Zahnarzt – er berät Sie gern!